... gemixt,
geschüttelt und gerührt ... ein weiterer Beweis, dass
ich eine ...
Gestern durfte ich aus dem Garten des Schwiegervaters meiner Freundin
ein paar Stangen Rhabarber pflücken. Was ich damit gemacht
habe? Natürlich erst einmal alles gekocht.
Ein Teil davon wurde zu Rhabarber-Grütze, da habe ich ein
eigenes Rezept. Nur mit Mondamin - nein, das sieht dann so eklig
grün aus. Statt Mondamin verwende ich die
"Rote-Grütze mit Himbeergeschmack" von Dr. Oetker. Schmeckt am
besten, sieht auch noch gut aus!
Lies ruhig weiter ... dies ist kein altbackener Hausfrauen-Report ...
es wird noch spannend!
Von dem restlichen Rhabarber will ich Marmelade kochen. Doch
grüne Marmelade mag ich
nicht ... her mit den Erdbeeren ...
Ich schütte den Rhabarber in ein Sieb, die
Flüssigkeit ergießt sich in einen Messbecher. Auf
der Gelier-Zucker-Packung steht, dass der Inhalt für ein 3/4 L
Flüssigkeit langt. Na, prima! Ich koche 3/4 L der
Flüssigkeit mit dem Zucker auf, füge die
Rhabarberstücke und kleingeschnippelten Erdbeeren und etwas
Zitronensaft hinzu. Rühren, rühren,
rühren ... fertig! Von den Rhabarberstücken ist nicht
mehr viel zu
sehen. Irgendwie haben sie sich aufgelöst ...
Jetzt befülle ich damit Marmeladengläser. Eigentlich
hatte ich mir mehr rote Farbe durch die Erdbeeren vorgestellt. Na,
ja ... es ist ein heller orange-brauner Ton. Immer noch besser als
dieses
eklige Grün. Den Rest im Topf fülle ich in eine
kleine Schüssel und freue mich auf ein leckeres
Marmeladenbrot. Morgen zum Frühstück. Die
gefüllten Gläser stelle ich in den
Kühlschrank.
Nach einigen Stunden stelle ich fest, dass die Marmelade immer noch
sehr flüssig ist. Ist nichts mit
Frühstücks-Marmeladenbrot. Ich entscheide mich, die
Marmelade in "Saft mit Fruchtstücken" umzubenennen.
Inzwischen ist es Abend geworden und da es sehr warm ist, setze ich
mich mit einem Buch und ein paar Schnittchen auf den Balkon. Dazu will
ich Rotwein trinken. Doch der Rotwein ist auch sehr warm und eigentlich
wäre es besser, wenn er kühl wäre.
Kalter Rotwein??? - Ich könnte ja ... im Gefrierfach sind
Eiswürfel ...
Spontan, wie ich nun mal bin, hole ich einen großen Glaskrug.
Gebe ordentlich viele Eiswürfel in den Krug und fülle
das Glas bis zur Hälfte mit dem Rotwein (billiger trockener
Dornfelder) ... und nun schütte ich den Inhalt der
Schüssel mit dem "Rhabarber-Erdbeer-Stücken-Saft"
hinein, rühre alles gut durch. Löffelprobe ... mhm,
sehr lecker und erfrischend.
Eine
Rhabarber-Erdbeer-Bowle!
Nach der zweiten Geschichte, die ich lese, habe ich große
Probleme, aus dem Glas zu trinken. Durch die Kälte der
Eiswürfel hat sich das Gelee nach und nach verfestigt. Es ist
jetzt so eine Art Brei. Ich muss den Mund ziemlich weit
öffnen, doch es fällt mir schwer, mit offenem Mund zu
saugen. Erst als ich das Glas so hoch halte, dass der Brei bis zur
Nasenspitze langt und meine Oberlippe schön kühlt,
schaffe ich es, ein wenig von dem Brei zu schlucken. Die
Eiswürfel stören dabei erheblich.
Die Rezeptur dieser Bowle muss ich noch verfeinern ...
ENDE